Glossar
Binauralität:
Der Begriff binaural wird in der Tontechnik verwendet und kommt vom Lateinischen: „mit beiden Ohren“.
Frequenzgang (in Khz):
Der Frequenzgang beschreibt das Verhalten eines linearen zeitinvarianten Systems in Abhängigkeit von der Frequenz; etwa bei einem Lautsprecher oder einem Filter in der Analogtechnik. Er ist eine komplexe Funktion der Frequenz. Zur Ermittlung des Frequenzgangs wird das System mit einer sinusförmigen Eingangsgröße und variabler Frequenz angeregt. Die Ausgangsgröße des Systems ist ebenfalls wieder sinusförmig mit gleicher Kreisfrequenz, jedoch mit einer anderen Amplitude und einer Phasenverschiebung gegenüber dem Eingangssignal. Das Ergebnis dieses Versuchs wird über der Frequenz für das jeweilige Amplitudenverhältnis und die jeweilige Phasenlage aufgetragen. Sie werden als Amplitudengang (Betragsfrequenzgang) bzw. als Phasengang (Phasenfrequenzgang) bezeichnet. Die kombinierte Darstellung ist das Bode-Diagramm. Wird der Frequenzgang durch Realteil und Imaginärteil über der Frequenz als Laufvariable dargestellt, entsteht die Ortskurve.
Impedanz (aktustisch):
Unter Impedanz werden alle Widerstände zusammengefasst, die der Ausbreitung von Schwingungen in einem bestimmten Umfeld entgegenwirken. Einflüsse auf die Impedanz haben die Eigenschaften des Ausbreitungsmediums, Hindernisse, Übergänge zu anderen Ausbreitungsmedien, sowie Gegenstände, Flächen bzw. Bereiche mit bestimmten akustischen Eigenschaften. Auch Schallkennimpedanz genannt, wird diese Impedanzdefinition benutzt, um im (freien) Schallfeld den Widerstand zu beschreiben, der der Schallausbreitung entgegengesetzt wird. Die akustische Feldimpedanz ZF ergibt sich aus dem Quotienten von Schalldruck p und Schallschnelle v. Die akustische Flussimpedanz, oftmals auch als akustische Impedanz bezeichnet. Diese Impedanzdefinition wird benutzt, um für Schallausbreitung in Rohren den Widerstand zu beschreiben, der der Schallausbreitung entgegengesetzt wird. Die akustische Flussimpedanz ZA ergibt sich aus dem Quotienten von Schalldruck p und Schallfluss q. Die mechanische Impedanz wird benutzt, um für mechanische Schwingungen (z. B. Lautsprechermembranen, Mikrofone, Gehörknöchelchen) den Widerstand zu beschreiben, der der Schwingungsausbreitung entgegengesetzt wird. Die mechanische Impedanz ZM ergibt sich aus dem Quotienten von Kraft F und Geschwindigkeit v.
Klinke / Klinkenstecker:
Zum Anwendungsbereich von Klinkensteckern, -buchsen und -kupplungen gehören beispielsweise die Weiterleitung von Audiosignalen oder die Verbindung zu einem Netzteil zur Stromversorgung eines Kleingerätes. Sehr häufig werden Klinkenstecker zum Anschluss eines Kopfhörers verwendet. Gelegentlich dienen sie zur Übertragung digitaler Signale zu Steuerzwecken.
Klirrfaktor / THD:
Der Klirrfaktor, Formelzeichen k (typischerweise als dimensionslose Verhältniszahl oder in Prozent angegeben), ist ein Maß für die durch nichtlineare Baugruppen erzeugten unerwünschten Signalverzerrungen. Der Klirrfaktor ist ähnlich dem englischen THD (engl. total harmonic distortion, Gesamtklirrfaktor). Üblicherweise geht es dabei um elektrische oder akustische Signale in Baugruppen, die den Klang nicht beeinflussen, d. h. einen möglichst geringen Klirrfaktor haben sollen. Bei Anwendungen von nichtlinerarer Verzerrung zur erwünschten Klangbeeinflussung in Effektgeräten wird also nicht vom Klirrfaktor gesprochen.
Ohm

Ohm-Zeichen
Ohm ist die abgeleitete SI-Einheit des elektrischen Widerstands mit dem Einheitenzeichen Ω (großes griechisches Omega). Sie ist nach Georg Simon Ohm benannt. Das nach ihm benannte ohmsche Gesetz stellt einen einfachen Zusammenhang zwischen der angelegten Spannung (Einheit: Volt, V) und dem daraus resultierenden Strom (Einheit: Ampere, A) für sogenannte ohmsche Leiter dar. Ohm ist die Einheit des elektrischen Widerstandes für 1.000.000.000 cm/s.
Schalldruckpegel (dB):
Der Schalldruckpegel ist ein logarithmisches Maß zur Beschreibung der Stärke eines Schallereignisses. Er gehört zu den Schallfeldgrößen. Häufig wird der Schalldruckpegel, obwohl dann physikalisch nicht eindeutig, auch einfach Schallpegel genannt.
Der Schalldruckpegel ist eine technische und keine psychoakustische Größe. Ein Rückschluss von Schalldruckpegel auf die wahrgenommene Empfindung ist nur sehr eingeschränkt möglich. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass eine Erhöhung bzw. Senkung des Schalldruckpegels tendenziell auch ein lauter bzw. leiser wahrgenommenes Schallereignis hervorruft. Als Faustformel gilt, dass 10 dB Unterschied etwa als doppelte bzw. halbe Lautstärke wahrgenommen wird. Die Erkennbarkeit von Schalldruckpegeländerungen ist vom Ausgangspegel abhängig. “Das Gehör wird mit wachsendem Schalldruck immer empfindlicher gegen Amplitudenänderungen von Sinustönen. Bei einem niedrigen Pegel von 20 dB liegt der eben wahrnehmbare Modulationsgrad bei einem Wert von etwa 10%. Bei einem Pegel von 100 dB erreicht er etwa den Wert von 1%.” Hohe Schalldruckpegel verursachen Unbehaglichkeit und Schmerzempfindungen. Die Unbehaglichkeitsschwelle hängt stark von Art und Herkunft des Geräusches bzw. Lärms ab; die Schmerzschwelle liegt je nach Frequenzzusammensetzung des Geräusches zwischen 120 dB und 140 dB. Ist das Gehör Schalldrücken im Bereich der Schmerzschwelle ausgesetzt, sind bleibende Hörschäden selbst bei nur kurzer Einwirkzeit zu erwarten. Die Abhängigkeit von wahrgenommener Lautstärke und Schalldruckpegel ist stark frequenzabhängig. Diese Frequenzabhängigkeit ist selbst wiederum schalldruckpegelabhängig, was bedeutet, dass für unterschiedliche Pegel unterschiedliche Frequenzabhängigkeiten bestehen. Sollen Aussagen über die Wahrnehmung eines Schallereignisses gemacht werden, muss daher die Frequenzzusammensetzung (Spektrum) des Schalls betrachtet werden. Darüber hinaus haben zeitlicher Verlauf sowie die Eigenschaft, sich über mehrere Frequenzgruppen zu erstrecken, einen Einfluss.
Y-Kabel:
Ein Y-Kabel ist ein Adapterkabel mit einem Eingang und zwei Ausgängen. Der Begriff beruht auf dem Y-ähnlichen Aufbau. Mit einem Y-Kabel können zwei Audio-Ausgabegeräte angeschlossen werden.
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